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Andreaskreuz (Nov-Dez 2025)

Posted on 11. Dezember 202516. Dezember 2025 By Peter Maria Keine Kommentare zu Andreaskreuz (Nov-Dez 2025)
SM Möbel, Verlies (Black Room)

Mal ganz ehrlich – ich habe das Projekt schlichtweg vom zeitlichen Aufwand unterschätzt. Es war irgendwie der falsche Zeitpunkt dafür, nämlich November und Dezember. Zum einen habe ich im Job dann immer super viel zu tun, habe in diesem Jahr parallel noch zwei Album-Produktionen auf dem Pult und mehrere Veranstaltungen im Showroom. Also blieben immer nur Abends mal so eine oder maximal zwei Stunden Zeit, um daran zu arbeiten. Dazu kommt, dass das jetzt das erste Projekt in meiner neuen Werkstatt war… und klar – bei so einem echten Projekt merkt man erst, was einem noch so alles fehlt.

Die Idee
Holzarbeiten
Die Polster
Die Hardware
Kosten
Zeitaufwand
Was schief ging
Resume

Als erstes: Die Idee

Wer hätte das gedacht? Eigentlich geht es ja nur um zwei Bretter oder Balken, die miteinander vernagelt oder verschraubt werden. Das kann ja nun kein Kunststück sein… oder doch?

Aber eines noch vorweg: Bevor ich jetzt ein Lobeslied über meine Ungeschicklichkeit anstimme, möchte ich mich noch für die Beratung und Inspiration bedanken bei LadyGinToxic, Sapatona und Christina.

Ich habe viel im Netz geschaut und mich inspirieren lassen, wie andere das machen. Aber so richtig Maße oder Winkel konnte ich nicht finden. Nach einigen Gesprächen kam ich dann zu einer Schenkellänge von 2.2m und dass der Winkel zwischen diesen 45° betragen sollte. Dann sollten die Fixierungspunkte für Hände und Füße super leicht verstellbar sein. Auch war klar, dass das Kreuz nicht an der Erde stehen sollte und der Boden darunter sollte super rutschfest sein. Eine super schnell und einfach zu bedienende Höhenverstellung wäre auch toll. Ach ja – ein paar Polster sollten auch vorhanden sein, sowie die Möglichkeit, ein paar Zusatzgurte verrutsch-sicher anzubringen. Ist echt ne große Liste für nur ein Kreuz…

Das Einzige, was mir von Anfang an klar war, war, wie ich es umsetze: zwei Bohlen übereinaderschrauben und die fehlenden Teile durch schräg geschnittene Passstücke ausgleichen. Na dann mal los!


Holzarbeiten

Initiator für die ganze Aktion war eigentlich, dass ich vom Bauen der Terrasse noch Bohlen über hatte. Und was gibt es für eine schönere und sinnvollere Verwendung für dicke Douglasien-Bohlen, direkt aus dem Wald und fast sägerau…

Bevor ich überhaupt anfangen konnte, habe ich die Bohlen mit einem Balkenhobel geglättet und alle auf die gleiche Stärke gebracht. Leider habe ich kein Bild vom Vorher/Nachher. Aber hier mal ein Beispiel: Das war vor dem Hobeln eine ordinäre Dachlatte.
Die Bohlen waren ursprünglich etwas über 5m lang. Also habe ich sie halbiert und bei zweien dann die Mitte ausgemessen und mit einer dicken Schraube verbunden. Dann habe ich die 45° ausgemessen, auf beiden Brettern angezeichnet und gesägt.
Die zerschnittenen Enden habe ich dann auf die noch ganzen Bohlen verklebt und verschraubt. Das Ergebnis sieht hier so voll easy aus. In Wirklichkeit habe ich Blut und Wasser geschwitzt, ob das Ganze wirklich passgenau wird. Irgendwie ging es dann aber…
So sah das Ganze dann aus, als alles verklebt und verschraubt war. Irgendwie war ich etwas beeindruckt. Ich hatte ehrlich gesagt damit gerechnet, dass das viel Schlimmer aussieht.
Also wie das so zusammen passt! Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass sich das im Laufe des Projektes noch ändern sollte. Keine Katastrophe, aber beim nächsten mal bin ich schlauer.
Nun habe ich die Schenkel auf Länge geschnitten. Das Anzeichnen war irgendwie schwieriger als erwartet, weil die Mitte des Kreuzes irgendwie blöd auszumachen war. Aber es hat geklappt.
Dann habe ich mit der Oberfräse die Kanten „entschärft“, alles geschliffen, gespachtelt und wieder geschliffen… Und na logo – zwischendurch war dann auch die Holzpaste aus. Sowas nervt irgendwie .. auf ’nem Sonntag.
Als nächstes habe ich dann alles zweimal gebeizt und direkt im Anschluss auch zweimal geölt.Zum Ölen benutze ich übrigens immer recht günstiges „Pferde-Öl“. Irgendwie ist da für mich kein Unterschied zu de teuren Zeug feststellbar.
Als dann die Teile wieder im Regal lagen, war ich vom Ergebnis doch einigermaßen angetan. Oh Wunder – alles sieht sehr gleichmäßig schwarz aus – genau wie meine Hände, die Schuhe und das Shirt. Farbe trifft auf Peter… normal.

Die Polster

Also Polster sollte man demjenigen, der da einige Zeit an dem Kreuz verbringen muss, schon gönnen. Also frisch ans Werk 🙂

Als Grundlage für die Polster nehme ich entweder Sperrholz oder wie hier ein einfaches Brettchen. Damit ich die Polster auch vernünftig an- und abschrauben kann. versehe ich sie mit Einschraubgewinden.

Ich verwende hier jetzt mal PUR Schaumstoff RG40. Für die Polster habe ich gleich die entsprechenden Zuschnitte bestellt. Aber mit einem scharfen Cuttermesser ist das auch kein Problem.

So sieht es dann aus, wenn der Schaum mittels Sprühkleber (vor dem Verbinden 5min warten!) auf dem Holz befestigt ist.

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Als erstes wird der Schaum mit Sprühkleber auf dem Holz fixiert.

FliesKleben

Darauf wird dann der Flies geklebt, zurecht geschnitten und die überflüssigen Ecken werden abgeschnitten.

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Auf der längsten Seite wird erst einmal eine Tackernadel gesetzt und dann gleich eine auf der gegenüberliegenden Seite.

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Dann immer ein wenig straff ziehen und Stück für Stück weiter tackern

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Ich muss immer die Tackernadeln noch mal mit dem Hammer richtig einschlagen. Vielleicht ist mein Tacker zu schwach oder es liegt daran, dass der Schaumstoff die Energie beim Tackern "abfängt"

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Das überflüssige Material wird abgeschnitten

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An der Stirnseite das überflüssige Material wegschneiden

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Für die Ecke setze ich jeweils eine Nadel in das Trägermaterial und alles in Form zu halten

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Dann werden die Ecken "geformt"

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Ich bin immer so froh, dass niemanden die Rückseite interessiert

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Letztendlich interessier ja aber nur die "Sonnenseite"

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Und schwubs sind dann alle Polster auch fertig. Ging dann eigentlich doch recht schnell...

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Bezugsquellen

Also keine Sorge – ich kriege nichts für die Verlinkung. Aber falls du nicht weißt, woher besorgen… vielleicht hilft das hier ja.

  • Sperrholz:
  • Einschraubgewinde:
  • Schaum, Sprühkleber, Flies:
  • Kunstleder:

Hardware und Zusammenbau

Das ist eigentlich der Teil dieses Projektes, der am spannendsten sein sollte. Naja langweilig war es nicht, aber irgendwie wollte ich am Ende nur noch fertig werden. Das Ganze hat sich einfach schon viel zu sehr in die Länge gezogen. Vielleicht ist es etwas aufregender, wenn ich die Dinge besser plane und ich auch mal mehrere Stunden am Stück Zeit habe und ich nicht vor jedem Schritt grübeln muss, was denn nun als nächstes kommt und was jetzt wieder fehlt und ich es besorgen muss. So, genug gemeckert, auf geht’s zum Endspurt!


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Als erstes kam der Patient jetzt mal auf den Tisch und alle Anbauteile wurden ganz grob positioniert.


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Jetzt konnte ich schon mal die Länge der Schienen festlegen. gekürzt habe ich sie aber bei mir in der Firma. Dort habe ich eine amtliche Metall-Kreissäge.



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Ok, alles eingekürzt und entgratet. Das coole ist, dass sogar noch brauchbare Stückchen übergeblieben sind, die ich woanders bestimmt noch einsetzen kann


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Also los – anzeichnen und vorbohren. Auf den letzten Metern soll ja nichts mehr kaputt gehen.



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Anschrauben und die Endkappen draufsetzen


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Sieht doch schon mal ganz gut aus. Das Einzige, was noch nervt, ist die Farbe der sichtbaren Schraubenköpfe…



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Schon viel besser. Ein Klecks Farbe bewirkt manchmal Wunder!


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Jetzt kommen die Löcher für die Polster. Damit die Schrauben nachher nicht doof rausgucken, habe ich mit einem Forstner Bohrer die Löcher erweitert.



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Eigentlich bohrt man ja erst das große Loch und dann das kleine. Ging aber nicht. Also musste ich eine Bohrschablone improvisieren.


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Jetzt sind fast alle Teile dran. Zeit für die Hochzeit der beiden Schenkel und die Befestigung des letzten Polsters in der Mitte.



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Okay. vielleicht ist es ein wenig dilettantisch angezeichnet – aber irgendwie hat es ja doch funktioniert.


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Und siehe da – da sind die Schräubchen für das Polster. Und wie man sieht, habe ich die Schenkel noch mit einer M10 Gewindestange miteinander verbunden.



Was hat das Ganze nun gekostet?

Das ist doch eigentlich die Masterfrage. Lohnt es sich, so etwas überhaupt selbst zu bauen? Am Ende ist es doch nur ein Kreuz mit der Möglichkeit, jemanden daran zu fixieren. Und naja – stabil sollte es auch sein. Dann kommt ja auch noch die Frage, ob das Design zusagt oder nicht – ber für die eigentliche Funktion spielt da keine Rolle. Ich habe auch keine genaue Ahnung, wieviel Zeit ich in das Projekt gesteckt habe und wieviel graue Haare es mich gekostet hat. Ich sage mal so – wäre da nicht der Sportsgeist…. ich hätte wahrscheinlich einfach nur irgendwo auf „Bestellen“ gedrückt und hätte dann das Anbauen als Event des Glückes gesehen. Aber wie sagt man immer so schön…. Jeder so, wie er mag.

MengeMaterialEinzelpreisGesamtpreis
10mDouglasienbohle 4x15cm, roh geschnitten, direkt aus dem Sägewerk8€ / Meter80,00 €
1 TubeHolzleim „Ponal Express“8,00 €8,00 €
1,5 Becher„Clou Holzpaste“5,00 €7,50 €
1 Flasche Holzbeize14,00 €14,00 €
1Sperrholzplatte 12mmm Multiplex 400×60015,00 €15,00 €
12Einschraubgewinde0,20 €2,40 €
5Schaumteile inkl Flies1,50 €7,50 €
1qmKunstleder5,00 €5,00 €
4Zurrgurtschienen inkl. Zubehör19,00 €76,00 €
16Zurr-Ösen1,00 €16,00 €
divSchrauben15,00 €15,00 €
Summe246,40 €

Na gut – die Rechnung war jetzt kleinlich. Und die Zeit? Hmmm – die zählt nicht. Auch nicht der Strom, die Werkzeugkosten oder was einem noch so einfällt. Ehrlich gesagt bin ich sogar über die Summe ein wenig erschrocken, denn meine Prämisse war ja, das ganze Teil aus Restmaterial von meinem Terrassenprojekt zu bauen. Wie würde meine Ex jetzt sagen…? „Irren ist männlich“ (Streich das Letzte!). Aber jetzt interessiert mich es doch…


Wieviel Zeit kostet das denn?

HolzarbeitenStd
Bohlen mit Hobelbalken bearbeiten, schleifen2,0
Bohlen verbinden, ausmessen und zuschneiden1,0
Bohlen verleimen1,0
— Wartepause —
Ecken anfasen / abrunden, schleifen, Macken ausbessern3,0
Bohrungen ausmessen1,0
Alle Löcher bohren2,0
Beizen, Ölen1,0
Zwischensumme11
HardwareStd
5 Polster anfertigen4,0
Schienen zusägen, restliche Hardware vorbereiten2,0
Hardware montieren2,0
Zusammenbau des Kreuzes1,0
Zwischensumme9,0

Ich sag mal so – das ist jetzt mal ne wirklich optimistische Schätzung! Mal sehen, ob ich beim nächsten Kreuz auch wirklich mit 20 Stunden auskomme 🙂


Was lief alles schief? Was muss beim nächsten Mal besser werden?

Im Großen und Ganzen ist das Teil doch recht schick geworden. Trotzdem nerven mich am Ende doch ein paar Dinge, die ich schlichtweg falsch gemacht habe, weil ich einfach noch zu wenig Ahnung habe. Aber so ist das nun mal bei DIY Projekten. Ich nehme es mit Humor und freue mich natürlich (grummel), dass ich wieder was dazu gelernt habe.

Holzbearbeitung

Das Holz war einfach noch zu frisch und nicht ganz durchgetrocknet. Ich denke, ich muss mir ein kleines Holzlager zulegen. Aber hier ganz in der Nähe soll es einen privaten Holzverschlitzer geben. Ich werde den mal besuchen.

Eventuell kann man bei nächsten mal auch Sperrholz nehmen, vorher genau planen und dann CNC-Schneiden lassen. Auf der anderen Seite – wo bleibt dann der Spaß?

Hardware

Schrauben sind auch so ein Thema für sich. Irgendwie glaubt man, dass sich schon ein paar passende Schrauben im Bestand finden. Ich habe gelernt, dass wenn man irgendwelche anzubauende Teile plant, auch gleich überlegen sollte, mit welcher Schraube das dann auch befestigt werden soll. Das erspart am Ende jede enge Ärger und Sucherei.

Ich habe irgendwie das Gefühl, dass man verschiedene Dinge wie die Gurtschienen irgendwo günstiger und auch gleich in der richtigen Länge bekommt. Mit ein bisschen mehr Vorlauf und entsprechender Recherche kann man sich bestimmt den ein oder anderen Fehlkauf ersparen.

Auch toll wäre, wenn man die Hardware in der gewünschten Farbe bekommt. Oder es zur Not selbst hinkriegt, zB eloxieren, ätzen, galvanisieren, anöden, ausspeicheln, verunzen oder was weiß ich denn…

Genauigkeit / Skills

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich wirklich alle Mess- und Anreißwerkzeuge habe, die ich so brauchen werde. Ich werde wohl noch ein paar YouTube Videos anschauen müssen. Außerdem hätte ich mir beim Einmessen der Löcher und Hardware mindestens einen Referenzpunkt gewünscht, am Besten ein rechtwinkliges Kreuz. Na mal sehen – beim nächsten mal wird alles besser.


Was jetzt noch zu sagen bleibt

Okay, soweit so gut. Erstmal ist es fertig, mein erstes Projekt in der neuen Werkstatt. Das letzte Problem werde ich noch vertagen: Irgendwie muss das Kreuz ja auch noch an der Wand befestigt werden. Ja, und höhenverstellbar sollte es ja auch werden. Ein Schienensystem dafür habe ich ja auch schon – nur eben den Raum für das Kreuz – den habe ich noch nicht. Das mit der LED Hintergrundbeleuchtung spare ich mir für den Moment. Irgendwie ist mir das doch ne Nummer zu kitschig – aber wer weiß, vielleicht kommt mir ja noch ein Geistesblitz, der meine Meinung ändert.

Die große Frage ist nun, was kommt als nächstes? Den Raum brauche ich 1 Woche vor Weihnachten nicht mehr anfangen – ich habe in den nächsten Tagen einfach zu viel um die Ohren. Aber heute kam eine Lieferung mit Latex. Ich wollte ja noch weiter nach einer Lösung für die Wandfliesen im Spielzimmer suchen. Vielleicht mache ich einfach damit weiter…

Schlagwörter: Andreaskreuz Anleitung DIY Erfahrung Maße selbst bauen

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