Als ich über die Gestaltung des Raumes nachdachte, habe ich mir folgendes vorgenommen: Die Wände sollen hübsch aussehen. Sie sollten gepolstert sein – und das aus mehreren Gründen. Sie sollen etwas Schall schlucken und wenn jemand direkt an der Wand fixiert ist, sollte es auch ein bisschen weich sein. Außerdem wäre es gut, wenn sie abwischbar sind. Beim Boden möchte ich nach alter Rock’n Roll Manier auf Mali-floor zurückgreifen. Das ist ein unverwüstlicher schwarzer PVC-ähnlicher Belag, der sonst auf Bühnen oder als Tanzboden verwendet wird. Ja und bei der Decke bin ich mir noch unschlüssig. Wahrscheinlich werde ich mir hier für Akustik Schaumstoff entscheiden.Aber eins nach dem anderen…

Die grundsätzliche Idee für die Wände
Eine komplette Wand mit irgendeinem Material zu bespannen, schätze ich als als äußerst schwierig ein. Wenn es dann auch noch mehrfarbig werden soll… omg. Also entschied ich mich für die Variante mit den einzelnen Panels. Irgendwie hat es dann auch das Feeling einer Gummizelle um klassischen Sinn. Allerdings sollte es auch die Möglichkeit geben, diverse Dinge an den Wänden zu befestigen. Daher habe ich mich dazu entschlossen, vertikale „Balken einzubauen und die Lücken dann immer mit den Panels aufzufüllen. Also quasi wie ein Fachwerk bei alten Häusern. Der Plan klingt gut – also ran an die Bouletten!
Die verdammten Kosten
Also habe ich mich dafür entschieden, mit einzelnen Segmenten oder eben Panels zu arbeiten. Der Plan klingt erst einmal super. Aber dann kommen die Fragen. Als erstes natürlich, was kostet das denn? Natürlich – dieser Spaß ist nicht mit der Gestaltung eines Arbeitszimmers vergleichbar, aber arm werden deswegen? Nein Danke. Aber rechnen wir doch erst einmal und nehmen dafür eine „ganz normale Wand“ mit den Maßen 5m Breite und 2,5m Höhe – also 12,5qm. Gottseidank sind die Wände schon mit Trockenbau versehen und so entfallen die va 20€/qm Kosten dafür. Also reden wir nur noch über die Gestaltung einer fertigen Wand. Da ich ja sowieso alles selbst machen werde, lasse ich irgendwelche Arbeitskosten oder die Zeit mal außer acht.
Um einen Vergleich zu haben, rechne ich einfach mal ein paar Alternativen durch:

Polygonalplatten oder Steinplatten
Laut meiner Recherche liegt man da bei ungefähr 80€ pro qm. Damit würde ich auf so ziemlich genau 1.000€ Kosten für diese Wann kommen.

Klinker oder Verblender
Hier komme ich inklusive Kleber und Verfugen auf ca 35€ pro qm, was dann insgesamt ca. 450€ wären. Das klingt schon besser. Aber so ein Raum hat ja nunmal 4 Wände.
Jetzt könnte man meckern und behaupten, dass das auf jeden Fall auch günstiger geht. Und da stimme ich natürlich zu. Aber mir geht es ja nur um einen Benchmark, damit ih eine ungefähre preisliche Orientierung habe.
Okay, was brauche ich denn dafür eigentlich?
Also auf jeden Fall müssen die senkrechten „Balken“ her. Da werde ich wohl auf meinen Restbestand vom Bau der Terrasse zurückgreifen. Die Bohlen werden gehobelt, geschliffen und dann schwarz gemacht. Und an der Wand kriege ich die Teile dann auch noch irgendwie fest. Also das wäre dann schon mal geklärt.
Für so ein Panel brauche ich dann einen Träger – sagen wir mal Sperrholz. Da drauf kommt dann eine Lage Schaumstoff, Fließ und dann das sichtbare Material. Aber was nimmt man denn dafür?
Ich habe mir einfach mal einen schwarzen und einen roten Lackstoff bestellt. Das sah in dem Online Shop echt toll aus und wurde mit „Latex-Feeling“ angepriesen. Als es dann hier bei mir war, war ich eigentlich sehr angetan, sowohl vom Look und auch von der Haptik.
XXX Bilder aus dem Shop und Foto real
