Man sagt ja immer, dass man auf Fehlern lernt. Okay, in meinem speziellen Fall habe ich zwar öfter mal meine Zweifel, aber dieses Mal sollte irgendwas mal fruchten. Genug Geschwafel – ich habe ernsthafte Gründe für die Vergrößerung meiner Werkstatt. Nachdem ich nun einen Winter in diesen neuen Gefilden verbracht und ein paar wenige Projekte umgesetzt habe, durfte ich feststellen, dass ich ein paar echte Probleme zu lösen habe…
Problem #1 – Platzmangel
Mein „Werkzeugpark“ wird immer größer, also genau genommen werden meine Werkzeuge größer und natürlich auch mehr. Ich meine damit nicht einen weiteren Akku-Schrauber, sondern eine Tischkreissäge, eine Abrichte, eine Werkbank oder einen Sägetisch. Irgendwie sprengt es den Rahmen meiner Miniwerkstatt allmählich.
Problem #2 – Staub und Dreck
Bei meinen Winterprojekten kam ich immer wieder in die Verlegenheit, Schleifen zu müssen. Das hielt ich in diesen Momenten immmer für eine exzellente Idee… bis dann am Tag danach das Ausmaß der Aktion zu sehen war: Alles – aber wirklich alles – war eingestaubt. Und irgendwie auch nicht nur „ein bischen“ sondern immer brutal. Das macht auf Dauer keinen Spaß, es muss sich etwas ändern.
Ich brauche einen separaten Raum zum Schleifen, Fräsen, Sägen und Hobeln. Einen Raum, in dem ich so richtig Dreck machen kann.
Der Plan
Neben meiner Werkstatt gibt es noch zwei weitere Räume. Ich habe beschlossen, die Wand zwischen ihnen heraus zu möllern, um dann einen etwas größeren Raum zu haben.
Also los – auf geht’s
Aufgabe 1 – entrümpeln
Ich dachte erst, der Raum Nummer eins sei die Hölle auf Erden. Der war mannshoch mit so etwas ähnlichem wie Holz. Genau genommen war es aber eine Mischung aus Holz, Presspappe, Brandschutzmaterial, Altmöbel und Spanplatten. Alles schon klitzeklein. Also habe ich alles von Hand sortiert, das echte Holz schum Kamin gekarrt und den anderen Gulasch zur Deponie gefahren. Ich war dermaßen froh, als der Kram endlich weg war. Aber dann… kam der zweite Raum…
Ich habe noch nie so viel unentsorgbaren Scheiss auf einen Haufen gesehen. Hier ein kleiner Überblick: Dachpappe, zerfluste Mineralwolle, ne volle Ost-Mülltone, altes Klo, Dachrinnen und Abflussrohre, Schüttung, alte Elektrogeräte, ein Fahrrad, alte Fenster und Türen und so weiter. Ich werde wohl mehrere Wochen brauchen, um alles wirklich loszuwerden. FUCK
Aufgabe 2 – Wand abreißen






Aufgabe 3 – Das Balkenproblem
Beim Entfernen der Wand musste ich mit Schrecken feststellen, dass die Balken für das Dach nicht durchgängig waren. So ein Mist ey! Also was jetzt tun? Ich habe dann kurzer Hand beschlossen, etwas Holz an die Balken anzuflanschen.
Gottseidank bin ich ja mittlerweile ein kauziger Holz-Messi und hatte noch ein paar Bohlen in meinem Fundus. Also habe ich die eben längs aufgeschnitten, so, dass die jetzt seitlich an die unterbrochenen Balken angeschraubt werden konnten. Problem solved!!!!




Aufgabe 4 – Löcher, Spalte und Risse
Aufgabe 5 – Die Decke
Aufgabe 6 – Elektrizität und Licht
Licht. Ich brauche echt viel Licht. Ich werde mir mal 2 Lichtkreise einbauen: einen mit ein paar LEDs und einen weiteren mit HQI Lampen. Dann sollte es taghell in der Bude werden.
Dann die nächste Sache: Strom für die Geräte. Ich fürchtete erst, dass ich nochmal ne fette Kraftstromleitung ziehen muss. Aber gottseidank denke ich zumindest manchmal vorher darüber nach, was ich tue. Fakt ist ja, dass da wirklich so einige Geräte drinnen stehen werden. Aber genau genommen, kann ich ja nur eins davon benutzen. Sägen und gleichzeitig Schleifen is n bisschen schwierig. Selbst für mich…
Also kommt ein recht übersichtlicher Verteilerkasten an die Wand und es werden ausreichend Steckdosen im Raum verteilt. Einzig für die Absauganlage muss ich mir was einfallen lassen, wie die fernbedienbar wird.
Aufgabe 7 – Die Einrichtung
Das Problem der maximalen Länge…
Im Winter musste ich mit Schrecken feststellen, dass ich ja gar nicht jede beliebige Länge von Werkstücken bearbeiten kann. Das Maximum ergibt sich ja aus der Raumtiefe MINUS Maschinengröße MINUS Bewegungsfreiraum. Und wenn sich ein Werkstück in einer Maschine bewegt (wie zum Beispiel in einem Hobelbalken, Tischkreissäge oder Abrichte), dann muss das Werkstück entweder nach außen fahren oder die maximale Länge halbiert sich noch einmal.
to be continued…
